Kanada-Newsletter 5+6 / 2012, 7. Februar 2012
Kanada-Newsletter
5+6 / 2012, 7. Februar 2012
* Kanada und
Alberta starten Umweltmonitoring für Ölsandindustrie
* Siemens baut
neuen Standort in Ontario auf
* BASF schließt
Partnerschaft mit kanadischem Zinkhersteller Teck
* Mit Licht
gegen Malaria – MPI-Forscher gewinnen bezahlbares Mittel
* Kanadische
Integrationsexpertin ist Alfred-Grosser-Gastprofessorin 2012
* Kanadische
Filme bei der Berlinale
* Spezialitäten
aus Kanada – Foodpromotion im Berliner KaDeWe
* Termine
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Kanada und
Alberta starten Umweltmonitoring für Ölsandindustrie
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Die
Regierungen von Kanada und der kanadischen Provinz Alberta richten ein
Umweltmonitoringsystem für den Abbau von Ölsänden ein. Das System soll
umfassend und auf wissenschaftlichen Maßstäben aufbauend die Wasservorkommen,
die Land- und Luftqualität und den Einfluss der Ölsandindustrie auf die
Biodiversität in der Region überwachen. Das langfristige Ziel dieses
gemeinsamen Engagements ist es, die langfristigen Auswirkungen des
Ölsdandabbaus zu registrieren.
„Die Ölsande
in Alberta sind wichtig für die kanadische Wirtschaft“, erklärte Kanadas
Umweltminister Peter Kent. Das Anfang Februar gestartete Überwachungssystem sei
eines der transparentesten und verantwortlichsten der ganzen Welt. Die
wissenschaftlichen Berichte beispielsweise würden auf der Website
veröffentlicht, so dass alle Welt sie sehen könne.
Das
Monitoring soll innerhalb der nächsten drei Jahre implementiert werden. Schon
im Frühling werde mit dem Plan begonnen und beispielsweise vermehrt Proben
genommen.
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Siemens baut
neuen Standort in Ontario auf
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Die Siemens
AG wild in Oakville in der kanadischen Provinz Ontario einen neuen Standort
aufbauen. Das gab das deutsche Technikunternehmen Ende Januar bekannt. Ed Fast,
Kanadas Minister für Internationalen Handel, begrüßte diese Nachricht. Am neuen
Standort sollen bis zu 800 Mitarbeiter arbeiten.
Siemens ist
eines der größten und vielfältigsten Unternehmen der Welt. In Kanada
beschäftigt Siemens bereits heute rund 4.500 Mitarbeiter, vor allem in Ontario
und Québec. Derzeit baut Siemens sein Engagement in dem nordamerikanischen Land
vor allem bei den Erneuerbaren Energien aus.
Nur wenige
Tage nach dieser Erklärung gab Siemens den Plan bekannt, die kanadische
Netztechnikfirma RuggedCom kaufen zu wollen. 288 Millionen Euro bieten die
Münchner für den Spezialisten für IT-Verbindungen in Industrieanlagen – ein
Viertel mehr, als die Firma Ende Januar an der Börse wert war. RuggedCom hat
seinen Hauptsitz in Concord, Ontario, und hat 2011 etwa 94 Millionen US-Dollar
umgesetzt. Rund 360 Mitarbeiter arbeiten für RuggedCom.
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BASF schließt
Partnerschaft mit kanadischem Zinkhersteller Teck
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BASF hat mit
dem kanadischen Rohstoffkonzern Teck Resource eine dreijährige Partnerschaft
vereinbart. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam Zinkformen entwickeln, um
damit Grundnahrungsmittel anzureichern. Von Zinkmangel sind in den
Entwicklungsländern rund 100 Millionen Menschen betroffen.
Aus den
Unternehmen hieß es, dass beide ihre Stärken und Kompetenzen in die
Partnerschaft einbrächten. Bei BASF gehören dazu vor allem Ernährungsprodukte
und Fachwissen, Teck liefert kostengünstige Zinkprodukte. Die Zusammenarbeit
mit BASF baut auf Tecks bestehendem Zink- und Gesundheitsprogramm auf, hieß es
weiter.
BASF ist das
weltweit führende Chemieunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 63 Milliarden
Euro im Jahr 2010. Zum gleichen Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen, das
seinen Hauptsitz in Ludwigshafen hat, 109.000 Mitarbeiter.
Teck ist ein
kanadischer Rohstoffkonzern und einer der weltweit größten Hersteller von Zink.
Teck unterhält Gesundheitsprogramme mit UNICEF, Free the Children, der
Mikronährstoffinitiative der kanadischen Regierung und anderen Organisationen.
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MPI-Forscher
entwickeln Verfahren für preiswertes Malaria-Mittel
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Forscher des
Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung haben eine
kostengünstige Methode gefunden, um den effektivsten Wirkstoff gegen Malaria,
Artemisinin, preiswert herzustellen. Bislang lässt sich Artemisinin nur aus dem
Einjährigen Beifuß gewinnen, der vor allem aus China und Vietnam stammt und in
einem aufwändigen Verfahren synthetisiert werden muss.
Peter H.
Seeberger, Direktor am Max-Planck-Institut in Potsdam und Chemie-Professor an
der Freien Universität Berlin, und sein Mitarbeiter, der Kanadier François
Lévesque, verwenden ein Nebenprodukt, das bei der Isolierung von Artemisinin in
zehnfacher Menge anfällt: die Artemisininsäure.
Die
Wissenschaftler haben aber nicht nur ein deutlich billigeres Ausgangsmaterial
für das Artemisinin gefunden – sie haben auch eine bestechend einfache Methode
genutzt, um den Wirkstoff zu isolieren: Sauerstoff und UV-Licht. Die
Pharmaindustrie, so erklärt Peter Seeberger, nutzt die Fotochemie bisher nicht,
unter anderem, weil die Gefäße, die in der Pharmaindustrie zum Einsatz kommen,
zu groß sind, als dass die Lichtblitze sie ganz durchdringen könnten.
Seeberger
und Lévesque aber haben eine Konstruktion entwickelt, die genau das erlaubt.
Seeberger geht davon aus, dass die neuartige Synthese in etwa sechs Monaten in
die technische Anwendung gelangen könnte, um den weltweiten Engpass an
Artemisinin zu beseitigen und den Preis für entsprechende Medikamente deutlich
zu senken. Davon profitieren könnten dann rund 200 Millionen Malariakranke, von
denen ein großer Teil in den Entwicklungsländern nicht genug Geld besitzt, um
die bisherigen hohen Kosten für Malariamedikamente zu tragen.
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Kanadische
Integrationsexpertin ist Alfred-Grosser-Gastprofessorin 2012
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Die
Alfred-Grosser-Gastprofessur in Frankfurt am Main hat dieses Jahr die
kanadische Integrationsexpertin Ratna Omidvar inne. Vom 6. bis zum 12. Februar
wird Omidvar in öffentlichen Abendveranstaltungen über staatliche und
zivilgesellschaftliche Ansätze in der Integrationspolitik Kanadas sprechen. Omidvar
ist Präsidentin der Maytree Foundation in Frankfurts Partnerstadt Toronto. Die
Organisation setzt sich seit 1982 für mehr Chancengleichheit und Gerechtigkeit
ein.
Die
„Alfred-Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung" wurde 2009
eingerichtet und am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der
Goethe-Universität angesiedelt. Sie ist nach dem französischen Politologen
Alfred Grosser benannt, der in Frankfurt geboren wurde. Finanziert wird die
Gastprofessur in den ersten vier Jahren von der Polytechnischen Gesellschaft
Frankfurt, die insgesamt 45.000 Euro dafür stiftet.
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Kanadische
Filme bei der Berlinale
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Wenn diesen
Donnerstag die Berlinale eröffent, wird auch ein kanadischer Film im
offiziellen Wettbewerb zu sehen sein: der neue Streifen von Kim Nyugen
„Rebelle“ wird in Berlin seine Weltpremiere haben und mit 17 der insgesamt 22
Wettbewerbsfilmen um einen Bären konkurrieren.
Die
Berlinale ist eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. Rund 400 Filme
werden während des gesamten Festivals gezeigt, das dieses Jahr vom 9. bis zum
19. Februar stattfindet. Fast 300.000 Eintrittskarten werden jedes Jahr
verkauft, 19.000 Fachbesucher aus mehr als 100 Ländern, darunter 4.000
Journalisten, werden erwartet.
Nicht nur im
Wettbewerb, auch in weiteren der insgesamt zehn Sektionen ist Kanada mit Filmen
vertreten. Darüber hinaus ist die Botschaft von Kanada wieder Austragungsort
der Berlinale und zeigt im Rahmen des Berlinale Forum Expanded im Marshall
McLuhan Salon die Video-Installation „The Tiny Ventriloquist" von Steve
Reinke (Eröffnung: 10. Februar, 18 Uhr).
In
Kooperation mit der Sektion Berlinale Shorts präsentiert die Botschaft am 15.
Februar um 14 Uhr ein Screening und Künstlergespräch mit dem kanadischen
Filmemacher Trevor Anderson zu seinem Musical „The Man That Got Away".
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Spezialitäten
aus Kanada – Foodpromotion im Berliner KaDeWe
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Seltene
Genüsse wie Bison-Fleisch, kanadische Cranberries, der landestypische
Ahorn-Sirup und heimische Bier- und Weinsorten sowie Fisch und Meeresfrüchte –
wer in den Genuss kanadischer Köstlichkeiten kommen will, kann das noch bis zum
18. Februar im Berliner KaDeWe tun.
Denn noch
bis zum 18. Februar dauern die „Kanadischen Wochen“, die am 6. Februar begonnen
haben. Wer in die Feinschmecker-Etage des Luxuskaufhauses hinauffährt, wird
Kanada kaum übersehen können, denn während der gesamten Kanada-Wochen wird der
sechste Stock im Zeichen des Ahornblattes gestaltet sein.
Wen nicht
nur das Essen und Trinken ins KaDeWe zieht, der sollte am 18. Februar
vorbeischauen. Am Nachmittag wird der kanadische Schauspieler Dan Aykryod
Crystal-Head-Vodka aus Kanada vorstellen und die Flaschen mit seinem Autogramm
versehen.
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Termine
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Noch bis 9.
Februar – Berlin - Das Deutsche Guggenheim zeigt die Gruppenausstellung Found
in Translation mit dem Künstler Brendan Fernandes www.deutsche-guggenheim.de.
Noch bis 9.
Februar – Berlin - Transmediale – Festival für Kunst und Digitale Medien
präsentiert Arbeiten von mehreren kanadischen Künstlern, Filmemachern und
Theoretikern. www.transmediale.de
8. Februar –
Köln - Der Deutsch-Kanadische Business Club Rheinland lädt zu einem Business
Dinner einschließlich Vortrag des kanadischen Journalisten Neil Sandell zum
Thema "The Struggle of Young Adults in the Work Force: A Journalist's
Field Notes". Ort: Graugans Eventsalon, Hyatt Regency Hotel Köln; Beginn:
20 Uhr; Eintritt: 35 Euro. Info und Anmeldung unter info@dkg-online.de
8. Februar –
Köln – Der German-Canadian Business Club Rheinland lädt ein zu einem Vortrag
des kanadischen Journalisten Neil Sandell zum Thema „The struggle of young
adults in the work force: a journlist's field notes“. Ort: "Graugans"
im Hyatt Regency Köln. Beginn: 20 Uhr.
8., 10. und
12. Februar -
München - Glenn
Gould vs. Glenn Gould. Eine musikalische Theaterperformance in der Regie von
Gert Pfaffenrodt im Gasteig München/Carl-Orff-Saal
9. bis 19.
Februar -
Berlin - Die
62. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) zeigen kanadische Filme
in den verschiedenen Sektionen des Festivals. www.berlinale.de
9. bis 19.
Februar -
Berlin - Elle
Flanders/Tamira Sawatzky nehmen teil an der Gruppenausstellung des Berlinale
Forum Expanded. Eröffnung: 9.2.2012, 17 Uhr.
Artist Talk:
10.2.2012, 12 Uhr. Forum Expanded im Gutschow-Haus, Friedrichstraße 17, 10969
Berlin, www.berlinale.de
11. bis 19.
Februar – Berlin - Im Rahmen des Berlinale Forum Expanded zeigt Steve Reinke
seine Filminstallation „The Tiny Ventriloquist" im Marshall McLuhan Salon
der Botschaft. www.berlinale.de.
10. Februar:
Eröffnung der Ausstellung Steve Reinke – The Tiny Ventriloquist, die im Rahmen
des Berlinale Forum Expanded im Marshall McLuhan Salon der Botschaft
präsentiert wird.
18-21 Uhr,
Marshall McLuhan Salon, Botschaft von Kanada www.berlinale.de
14. Februar:
Künstlergespräch mit dem Filmemacher Steve Reinke über seine Installation „The
Tiny Ventriloquist”. Moderation: Stefanie Schulte Strathaus, Forum Expanded.
12-14 Uhr Marshall McLuhan Salon, Botschaft von Kanada www.berlinale.de
15. Februar
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Berlin -
Berlinale Shorts und die Botschaft von Kanada präsentieren den Film The Man
that got Away mit anschließender Diskussion mit Filmemacher Trevor Anderson.
Moderation: Maike Höhne, Berlinale Shorts. 14-16 Uhr, Auditorium, Botschaft von
Kanada www.berlinale.de
16. bis 25.
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Stuttgart -
Gauthier Dance tanzt Out oft he Box III, verschiedene Choreographien. www.theaterhaus.de
18. Februar
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Frankfurt a.M.
- Schüleraustausch-Messe in Frankfurt. Vortrag über Schulaufenthalt,
Work&Travel und Studium in Kanada. Ort: Helmholtz-Gymnasium, Habsburger
Allee 57-59, 60385 Frankfurt am Main, 10 bis 16 Uhr. www.schueleraustausch-messe.de
22. bis 28.
Februar - Berlin, Hamburg, Stuttgart, München, Köln - Michael Ondaatje liest
aus seinem neuen Roman „The Cat’s Table“ (Katzentisch“, C. Hanser Verlag):
22.2.: Berlin, Akademie der Künste, Pariser Platz, Plenarsaal, 20 Uhr.
Moderation: Sigrid Löffler, deutsche Lesung: Manfred Zapatka (ticket@adk.de); 23.2.: Hamburg, Literaturhaus,
19.30 Uhr. Moderation: Gabriele v. Arnim (www.literaturhaus-hamburg.de); 24.2.: Stuttgart,
Literaturhaus, Moderation: Julika Griem (www.literaturhaus-stuttgart.de); 27.2.: München,
Literaturhaus (www.literaturhaus-muenchen.de); 28.2.: Köln,
Kölnischer Kunstverein, 20 Uhr, Moderation: Denis Scheck (Buchhandlung Klaus
Bittner, www.bittner-buch.de)
VORSCHAU
29. Februar
– Bonn - Maple-Table-Dinner der Deutsch-kanadischen Gesellschaft Rheinland.
Ort: Restaurant "zum Bundeshäuschen“, Oberkasseler Ufer 4, 53227 Bonn.
Beginn ist 18 Uhr. Anmeldungen unter anke.mielke@dkg-online.de.
Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie unter http://www.bundeshaeuschen.de/Kontakt/Anfahrt.
REGELMÄßIGE
VERANSTALTUNGEN
Jeden ersten
Donnerstag im Monat findet in Hamburg der MapleTable statt. Beginn ist jeweils
um 19 Uhr im Deichgraf in der Deichstraße 23. Die Kanada-Freunde treffen sich
zum gemütlichen Stammtisch mit Themen rund um Kanada. Anmeldung und
Informationen unter www.mapletable.de oder per E-Mail an info@mapletable.de
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